Die „Pforzheimer Grabmale“ in der Fachpresse

Presse_Richter_beendet_Grabmalstreit.pdf
Siegener Zeitung, 20/10/2009: Richter beendete Grabmal-Streit
Irmgarteichen – Entscheidung zugunsten Familie / Stadt Netphen muss Satzung überarbeiten


Im Juni 2008 verstarb Hans-Joachim Prinz – nun bekommt er den Gedenkstein, den er sich zu Lebzeiten gewünscht hat.

Auf den vergangenen Donnerstag haben Sieglinde Prinz, ihre Söhne Thomas und Dirk sowie Tochter Birgit Schneider all ihre Hoffnung gesetzt – und sie wurden nicht enttäuscht. Nach rund 16 Monaten darf die Irmgarteichener Familie nun das Grabmal errichten, das sich ihr verstorbenes Familienoberhaupt gewünscht hatte. Das entschied ein Richter des Verwaltungsgerichts Arnsberg, der eigens zu einem gemeinsamen Ortstermin mit der Familie und der Stadt Netphen nach Irmgarteichen angereist war. Der Termin auf dem kleinen Friedhof, an dem neben der Familie, deren Anwalt, dem Richter, dem ausführenden Neunkirchener Bestattungsunternehmen und der Vertriebsleitung des ausgesuchten Grabmals auch Netphens Baufachbereichsleiter Erwin Rahrbach teilnahm, war relativ zügig abgehandelt. Der Leidensweg von Sieglinde, Thomas und Dirk Prinz sowie Birgit Schneider hingegen dauerte – und begann im Juni 2008. In diesem Monat verstarb Hans-Joachim Prinz im Alter von erst 58 Jahren. „Er wollte nie einen richtigen Grabstein haben, sondern immer etwas mit Edelstahl“, erzählt Sieglinde Prinz. Auf einem Flammersbacher Friedhof sah die Familie schließlich genau das Grabmal, das dem Wunsch des Verstorbenen nach einer moderneren Gestaltung mit Stahl und Glas nahekam. Thomas Prinz hielt es auf Fotos fest, die er der Friedhofsverwaltung der Stadt Netphen vorlegte und bei der er sich nach einer Genehmigung erkundigte. „Es war für uns der erste Sterbefall in der Familie“, erklärt er sein Vorgehen. Auf die Schwierigkeiten, die kommen sollten, sei er nicht vorbereitet gewesen, da das Grabmal ja auch von der Gemeinde Wilnsdorf genehmigt worden war.

Mit seinem Anliegen wurde Thomas Prinz in Netphen jedoch „mehr oder weniger abgeschmettert“. „Es hieß, dass das Material Edelstahl nicht verwendet werden könne.“ Die Familie wollte sich jedoch nicht so schnell vom Wunsch des Verstorbenen abbringen lassen. Unter Vorbehalt wurde das Grabmal im Februar bei einem für den Entwurf verantwortlichen Pforzheimer Betrieb in Auftrag gegeben. Doch die Stadt Netphen lehnte den Antrag auf Genehmigung ab. Was folgte, waren u. a. Gespräche mit der Friedhofsverwaltung, die letztlich darin gipfelten, dass Familie Prinz den Kölner Rechtsanwalt Karl Kurze einschaltete. Nach dem Studium der Friedhofssatzung stellte dieser fest, dass weder Edelstahl noch Glas als verbotene Materialien aufgeführt waren. Allerdings, so der Jurist, liege „ein Geschmacksprivileg bei der Kommune“. Im April dieses Jahres reichte er die Klage beim Verwaltungsgericht ein. „Wir waren so enttäuscht und wütend, dass ein Mensch auf der Gemeinde bestimmen kann, was wir zu tun haben. Es reichte einfach“, erinnert sich Sieglinde Prinz an das Gefühlschaos der vergangenen Monate. „Mein Mann hatte am 7. Juni Geburtstag, und bis dahin wollte ich sein Grab fertig haben.“ Auch wenn dieses Datum letztlich nicht eingehalten werden konnte, sind alle Beteiligten froh, dass der Streit seit vergangener Woche ein Ende hat und in Kürze der bestellte Grabstein anstelle des provisorischen Holzkreuzes gesetzt werden kann. Weniger glücklich dagegen wird man bei der Stadt Netphen sein. Hier dürfen die Verantwortlichen noch einmal gründlich die Gestaltungsvorschriften der Friedhofssatzung wälzen. Nach Auskunft des Verwaltungsgerichts Arnsberg habe der entscheidende Richter bei dem Ortstermin „erhebliche rechtliche Bedenken gegen die Wirksamkeit dieser Gestaltungsvorschriften deutlich gemacht“. Sie müssten komplett überarbeitet werden. Die Stadt habe zwar das Recht, für bestimmte Teilbereiche von Friedhöfen bestimmte Gestaltungsvorschriften festzulegen. „Sie muss aber für Menschen, die sich diesen Vorschriften nicht unterwerfen möchten, zumutbare Möglichkeiten haben, ihre Angehörigen so zu bestatten, ohne sich diesen besonderen Gestaltungsvorschriften unterzuordnen“, erklärte Richter Klaus Buter von der Pressestelle gegenüber der SZ. In diesen freien Bereichen seien nur solche Grabmale nicht zulässig, die die Würde des Friedhofes verletzten. Das Grabmal der Familie Prinz, so Klaus Buter, überschreite „keine geplanten äußersten Grenzen“.

Der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) hatte schon im Februar in einem Schreiben an Bürgermeister Rüdiger Bartsch die Genehmigung des Grabmals empfohlen. Zugleich bot er seine Hilfe bei der Änderung der Friedhofssatzung an. Denn diese, so der VFD, weise mehrere Rechtsmängel auf und halte einer Normenkontrollklage nicht stand. Das betreffe nicht nur den Bereich der Grabmale, so VFD-Vorsitzender Manfred Zagar, sondern auch die Gebührenbescheide. Viel Arbeit also u. a. für Baufachbereichsleiter Erwin Rahrbach. Auf SZ-Nachfrage erklärte dieser noch einmal, dass das Material Edelstahl nicht der Netphener Friedhofsordnung entspreche, das Thema Gestaltungsvorschriften aber im ersten Quartal 2010 angegangen werde. Einen entsprechenden Auftrag gebe es auch seitens der politischen Gremien. So könnte ein kleiner Arbeitskreis, bestehend aus allen Fraktionen, die Thematik anreißen, bevor sie schließlich in einer neuen Satzung verankert würde. Probleme in der Umsetzung von freien Gestaltungsfeldern wird vermutlich aber der oftmals begrenzte Platz auf den 18 kommunalen Netphener Friedhöfen machen. In der Diskussion müsse daher u. a. überlegt werden, so Erwin Rahrbach, ob es vorstellbar sei, ganz bestimmte Friedhöfe mit dieser Regelung zu versehen. PDF (60 KB)

Presse_Edelstahl_auf_Friedhof_erlaubt
Siegener Zeitung, 25/09/2009:
Edelstahl und Glas auf Friedhöfen jetzt erlaubt. Die Verwendung von Edelstahl und damit verbundene Schrifttafeln aus Glas sind künftig auch auf den Friedhöfen in der gemeinde Burbach erlaubt. ... ... PDF (60 KB)

Friedhofskultur, 09/2007:
Der neue „Gräbergarten“ auf dem Kornwestheimer Friedhof bietet auch die Möglichkeit Erdbestattungen durchzuführen. PDF (81 KB)

Presse_SichererStand
Friedhofskultur, 09/2007:
... Die TA Grabmal zur Standsicherheit von Grabanlagen als Teil des neuen Regelwerks der VSG 4.7 §9 beinhaltet eine positive Auswirkung zum Aufbau der Pforzheimer Grabmale. Wesentlich sei die Aussage der BG in Kassel, dass bei Einhaltung der verbindlichen Richtlininien und Vorschriften zum Errichten der Pforzheimer Grabmale auch Fremdfirmen, wie zum Beispiel Friedhofsgärtner, diese Grabmale errichten dürfen. ... PDF (88 KB)

G&V (Gestalten & Verkaufen), 04/2007:
Neue Geschäftsfelder: Grabmale in der Einzelhandelsgärtnerei: „Eine Art neue Grabmale macht seit einiger Zeit unter den Friedhofsgärtnereien von sich reden ... In der Gärtnerei gehört anspruchsvolle Trauerfloristik zum Dienstleistungsangebot.“ PDF (1515 KB)

Presse-Weserbergland
Friedhofskultur, 04/2007:
Gärtnerei im Weserbergland mit Gebietsvertretung für spezielle Grabmale „Mit Herz und Hand - so lautet das Motto der Gärtnerei Ahlschwede-Roske in Bad Münder. Friedhofsgärtnerische Leistungen zählen zum Angebotsspektrum des breit strukturierten Betriebes. Ins Gespräch brachte sich Klaus Roske durch die Erweiterung des Angebotes um Grabmale besonderer Art. ... Die Pforzheimer Grabmale stellen eine echte Alternative für unserer Kunden dar, sagt er. Die jüngere Generation sei offen für Veränderungen ... Bei rund 100 Beisetzungen pro Jahr in Bad Münder betreut die Gärtnerei derzeit 218 Pflegegräber. Durch den Vertrieb der Pforzheimer Grabmale wurde der Aktionsradius nun auf rund 30 km im Umkreis erweitert. Das war, so Roske, notwendig um den Geschäftsbetrieb weiterzuentwickeln.“ PDF (1200 KB)

Friedhofskultur, 12/2006:
Mehr Geld verdienen durch besondere Angebote: „Um innovative Impulse in Verkauf und Gestaltung drehte sich ein Seminar, das am 6. September in der Friedhofsgärtnerei Spittel in Braunschweig stattfand. Die Mischung aus Theorie und Praxis fand bei diesem Workshop des Landesverbandes Friedhofsgärtner Niedersachsen großen Anklang: Eigentlich auf 25 Teilnehmer begrenzt erschienen rund 45 Interessierte. ... Seit kurzem sind Pforzheimer Grabmale auch in der Friedhofsgärtnerei Spittel (Die Namensverwandschaft ist rein zufällig.)in Braunschweig erhältlich. ... Drei neue Mustergrabanlagen hat Spittel vor seinem Geschäft am Braunschweiger Hauptfriedhof angelegt. Interessenten können sich vor Ort ein Doppelgrab mit Kreuz, ein Einzelgrab mit Rundsäulen ... anschauen und gleichzeitig Ideen für eine innovative Grabgestaltung mitnehmen.“ PDF (1800 KB)

Presse-Schopfloch
Schwarzwälder Bote, Schopfloch, 01/2007:
Bundesweit Vorreiter: Urnenfeld als Gemeinschaftsanlage, PDF (106 KB)

Südwestpresse, Schopfloch, 01/2007:
Stele mit Stahltafeln: Schopfloch besitzt ein Gemeinschaftsurnenfeld, PDF (146 KB)

Die Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße, 04/2006:
Leserbrief: Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, PDF (484 KB)

Die Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße, 04/2006:
Grabmale aus Glas werden zugelassen, PDF (772 KB)

Die Moderne hält Einzug...
Die Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße, 03/2006:
Die Moderne hält Einzug auf den Friedhöfen „Grabmäler aus Edelstahl und Glas beschäftigen Neustädter Ortsbeiräte – Trend hat in Großstädten begonnen“ PDF (1100 KB)

Die Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße, 02/2006:
Grabmale aus Edelstahl und Sicherheitsglas erlaubt „Der Ortsbeirat stimmte der Änderung der Friedhofssatzung (Grabmäler aus Glas und Edelstahl) ohne längere Diskussion zu“ PDF (750 KB)

Die Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße, 02/2006:
Ortsbeiräte entscheiden, PDF (792 KB)

Die Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße, 02/2006:
Ortsbeirat bei Grabgestaltung flexibel, PDF (1023 KB)

Presse-Bestatungstitel
Fachzeitschrift des VDZB Bestattung, 11/2004:
Zeitgemäße Grabgestaltung: Die Pforzheimer Grabmale stellen ihre neue Produktgruppe vor. „Die Montage mit und ohne Fundament ist ein enormer Vorteil ... Flexibilität erlaubt individuelle und kostengünstige Lösungen.“ PDF (1180 KB)

Potsdamer Nachrichten, 08/2004:
Keine Friedhofsruhe bei Friedhofsverwaltern „Innovative Grabmäler aus Glas und Metall waren am Seddiner See ausgestellt.“ PDF (271 KB)

Friedhofskultur, 08/2004:
VFD Seminar-Seddiner See: Grabmale und mehr „Diese Grabmalgeneration verleihe jeder Ruhestätte Respekt und erfülle den geforderten Friedhofszweck. Vorteilhaft sei das einfache Aufstellen durch das geringe Gewicht sowie das geschützte Bodenverankerungssystem.“ PDF (245 KB)

Friedhofskultur, 07/2004:
Neue Gemeinschaftsanlage in Mainz „Sichtbar wurde ein Trend, der zur damaligen Zeit nichts Aussergewöhnliches war, jedoch aus heutiger Sicht zunehmend als eine besonders empfehlenswerte Bestattungsart neu ins Gespräch gebracht und angepriesen wird ... das Gemeinschaftsgrabfeld. Mit dieser Grabart einher geht auch die Suche nach einer würdevollen und mit dem erforderlichen Respekt gestalteten Ruhestätte. Viele Modelle wurden besprochen ... Das gemeinsame Denkmal der ersten Gemeinschaftsanlage auf dem Friedhof in Mainz stammt aus der Werkstatt von SpittelMeister.“ PDF (317 KB)

Friedhofskultur, 06/2004:
Messe-Nachlese Reutlingen: Grabmale aus Edelstahl, PDF (265 KB)

Friedhofskultur, 08/2003:
Friedhofstechnik Essen: Pforzheimer Grabmale, PDF (105 KB)

Stein INFO Friedhof & Grabmal:
Nach historischem Vorbild „Die Pforzheimer Grabmale sind nach historischen Gestaltungsmerkmalen mit traditionellen und modernen Werkstoffen gestaltet. Verwendet werden neben Edelstahl rostfrei ... Inschriftplatten in Naturstein, Glas und hochwertigem Metall, die für Nachbeschriftungen wieder entnommen werden können.“ PDF (135 KB)